Die Evolution der Touchless-Technologie: erst Luxus, dann Notwendigkeit.

Schon seit den späten 1890er-Jahren ist die Menschheit fasziniert von „kontaktlosen“ und „berührungslosen“ (im Englischen „Touchless“) Technologien, von denen viele schon heute aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken sind. Aufbauend auf seiner jahrzehntelangen Erfahrung wurde unser Unternehmen zu einem Pionier in Sachen Produktentwicklung und Gebäudedesign. Der Trend geht inzwischen weg von den reaktiven Konstruktionsansätzen, da die Gesellschaft als Ganzes heute massiv nach proaktiven Lösungen verlangt, die den vielen verschiedenen Lebensstilen auf unserem Planeten gerecht werden. 

Im Folgenden wollen wir uns ein wenig näher mit der Geschichte der berührungslosen bzw. Touchless-Technologien und mit den baulichen Umgebungen der Zukunft beschäftigen. Dabei möchten wir auch darauf eingehen, warum der kontaktlos gelenkte Publikumsverkehr in Bürogebäuden heute wichtiger ist als jemals zuvor.

Die Geschichte der Touchless-Technologien

Die erste kontaktlose Fernsteuerungstechnik der Welt war im Jahr 1897 in einer amerikanischen Kleinstadt zu bewundern, in Form eines kleinen ferngesteuerten Bootes. Bei dieser Technologie wurden Steuerungssignale als Radiowellen aus der Ferne zu dem kleinen Schiffsmodell gesendet. Doch das ferngesteuerte Boot war mehr als nur das Hobby eines Modellbauers und ein netter Zeitvertreib für die Oberschicht. Es wurde schon bald zu einem wichtigen Pfeiler der Marinestrategie im Ersten Weltkrieg. In den 1920er-Jahren entwickelten findige Unternehmer in Garagenwerkstätten ferngesteuerte Lösungen, die den Menschen schon bald viele ungeliebte und monotone Tätigkeiten abnehmen sollten.

Kontaktlose technologien erobern die wohnwelt.

Während die Funktechnologie in den darauffolgenden zwei Jahrzehnten Einzug in immer mehr Haushalte hielt, wurde auch die „Flash Matic“-Fernbedienung erfunden. Mit dieser neuartigen Technologie konnte man erstmals mithilfe von Lichtwellen den Fernsehsender wechseln. Somit gehörten die Tage, als man zum Umschalten noch aus dem Sessel aufstehen musste, endgültig der Vergangenheit an. Diese neue Entwicklung inspirierte die BBC zudem dazu, in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts den Teletext einzuführen. Teletext verwendete Infrarot-Technologie, die den britischen Nutzern das Blättern durch die Teletext-Seiten erleichterte. Diesen Moment hatten Technologie-Enthusiasten lange herbeigesehnt. Das Teletext-Netz war die erste Massennutzer-Anwendung (UX) dieser Art.

Das breiter werdende anwnedungensspektrum der kontaktlos-technologien

Heute sind solche Anwendungen in Wohnräumen sehr verbreitet. Im Moment erleben wir den Übergang von den klassischen, externen Touchless-Technologien hin zu sehr viel nahtloser integrierten Lösungen. Die ersten Barcode-Scanner wurden in den späten 70er-Jahren begeistert angenommen, da sie den Geschäftsinhabern und auch deren Mitarbeitern enorm viel Zeit sparen. Derartige Neuentwicklungen brachten der Allgemeinheit einen immer größeren Nutzen, ein Trend, der schließlich in der patentierten RFID-Technologie von Charles Walton mündete. Das Prinzip der Radiofrequenz-Erkennung (Radio Frequency Identification, RFID) ist aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken. Es ermöglicht ein reibungsloses Benutzererlebnis sowie das Sichern, Überwachen und Zurückverfolgen von Informationen. Die RFID- und die NFC-Technologie haben gemeinsam den Grundstein für alle Touchless-Anwendungen gelegt, die wir heute kennen: Sie sind heute weltweit im Einsatz, um Diebstähle zu verhindern und Risiken in Gebäuden zu minimieren.

In den vergangenen 100 Jahren wurden Kommunikations-, Transport-, Finanz- und auch Sicherheitslösungen zunehmend digitalisiert und arbeiten nun Hand in Hand, um Sicherheit und Zugänglichkeit miteinander zu verbinden. Entdecken Sie, wie wir die Touchless-Technologien seit dem Jahr 2001 weiterentwickelt haben, um sicherere und besser zu überwachende Eingangsbereichslösungen zu schaffen.

Die Zukunft kontaktloser Technologien im Büro-Design

Hier informieren wir über die bereits vorhandenen Technologien, die immer häufiger in physischen Arbeitsumgebungen anzutreffen sind.

Smartphone-steuerungen

Über das Smartphone hat sich die Touchless-Technologie schon seit vielen Jahren immer mehr in unserem Alltag etabliert. Die Möglichkeit, öffentliche Systeme über ein persönliches Gerät steuern zu können, hat sich bereits als erfolgreiche Methode des berührungslosen Zugriffs erwiesen. Da wir bereits mit den Funktionsprinzipien von Smartphones vertraut sind, finden wir uns auch in neuen Systemen oder Apps in kürzester Zeit zurecht. Auch wenn das Smartphone somit keine bahnbrechende Neuentwicklung darstellt, bietet es sich naturgemäß als Werkzeug mit Weiterentwicklungspotenzial an, mit einer wachsenden Zahl realistischer Optionen für den physischen Arbeitsplatz.

Für sein Projekt Bee’ha Headquarters realisierte das Architekturbüro Zaha Hadid Architects ein kühnes Smartphone-Steuerungskonzept für ein kontaktloses Leitsystem im gesamten Gebäude. Während sich die Mitarbeiter durch das Bauwerk bewegen, müssen sie somit fast nie irgendeine Oberfläche berühren, vom Eingangsbereich bis hin zu ihrem Zielort. Um eine rundum kontaktlose Interaktion zu ermöglichen, können sogar die Aufzüge schon beim Einchecken herbeigerufen werden.

Gestentechnologien

Wenn wir uns mit Touch-Technologien beschäftigen, müssen wir auch die gemeinsame Sprache für die Interaktion berücksichtigen, und wie sich diese Sprache anpassen lässt, um wirklich völlig berührungslose Lösungen zu realisieren. Beispielsweise lassen sich Türen über öffentliche Bildschirme mit Gestensteuerung öffnen. Dies wird durch Sensoren und Bewegungserfassungssysteme möglich, die in Eingangsbereichen bereits heute häufig anzutreffen sind, bisher jedoch noch selten in Innenraum-Arbeitsumgebungen. Wie oben erwähnt, lassen sich jedoch selbst Smartphones noch nicht ohne Berührung bedienen, daher ist es möglicherweise noch ein weiter Weg, bis wir diese Art der Interaktion mit technischen Produkten hinter uns gelassen haben.

Wussten Sie, dass das Marktvolumen für Gestenerkennungstechnologien im Jahr 2025 bei schätzungsweise 32,3 Milliarden US-Dollar [29,85 Milliarden Euro] liegen wird?

Stimmaktivierung

Mit der wachsenden Beliebtheit von Stimmaktivierungsprogrammen wie Siri, Cortana, Google und Alexa gelingt auch der Umstieg von Berührungs- auf Audio-Aktivierungssysteme immer reibungsloser. Diese Art der Integration ist seit der Einführung der Fernbedienungstechnologie erfolgreich. Durch ihre allmähliche Weiterentwicklung ist die Stimmsteuerungstechnologie heute nicht einmal mehr auf den Innenbereich von Gebäuden beschränkt: Es gibt bereits akustisch zu aktivierende Türklingeln und andere Anwendungen für den Außenbereich.

Viele dieser Fortschritte sind den Smartphones und ihren Technologien zur Umsetzung von Sprachbefehlen zu verdanken. Schon heute ist es kein Problem mehr, mithilfe von Spracherkennungs-Technologie Termine zu vereinbaren oder Meetings neu zu planen. Auch die Automobilindustrie nutzt bereits Stimmaktivierungssysteme in Fahrzeugen, sei es für Navigationsanweisungen oder zum Einleiten von Telefonanrufen. Diese Technologien könnten in den kommenden Jahren einen großen Evolutionsschub erleben, da sie naturgemäß auch in Arbeitsumgebungen Einzug halten werden.

Gesichtserkennung

Gesichtserkennungstechnologien sind auf der Welt bereits weit verbreitet, und dies begünstigt neue innovative Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz. Aktuell werden diese Erkennungstechnologien meist nur als Sicherheitsfunktion eingesetzt und haben darüber hinaus noch wenig praktischen Nutzen. Dennoch gibt es für sie immer mehr Anwendungsmöglichkeiten in Arbeitsumgebungen. Systeme können den Benutzer automatisch erkennen, beispielsweise beim Betreten eines Gebäudes oder eines gesicherten Bereichs. Dies eröffnet eine Reihe von Möglichkeiten für Produkthersteller, deren Erzeugnisse schon bald auf benutzerspezifische Informationen reagieren könnten. Dazu gehört beispielsweise das Aktivieren von Zutrittsautorisierungen für bestimmte Gebäudebereiche und das Gewähren bzw. Verweigern des Zugriffs auf bestimmte Objekte am Arbeitsplatz.

Wussten Sie, dass das Marktvolumen für berührungslose Versandtechnologien im Jahr 2025 bei schätzungsweise 15,3 Milliarden US-Dollar [14,14 Milliarden Euro] liegen wird?

Benötigen Sie zusätzliche Absicherung in Ihrem Eingangsbereich?

Angesichts all der aktuellen Ereignisse und der sprunghaften Weiterentwicklung der Touchless-Technologien im Verlauf der globalen Pandemie kann der Einbau oder die Nachrüstung berührungsloser Sicherheitstechnologien für Ihren Eingangsbereich viele Vorteile haben. Sie werden überrascht sein, wie unkompliziert kontaktfreie Sicherheitslösungen hier umzusetzen sind. Laden Sie sich jetzt unsere Broschüre herunter, um mehr über spezifische Produkte zu erfahren und sich von den Möglichkeiten der Touchless-Technologien inspirieren zu lassen. Außerdem erhalten Sie Gelegenheit, Ihren individuellen Bedarf mit einem Experten für Eingangslösungen zu besprechen.

In unserem nächsten Blog-Beitrag befassen wir uns eingehender mit dem wichtigen Thema der Gesichtserkennung und erörtern, wie sich die berührungslosen Technologien der Zukunft rund um diese bahnbrechende Innovation entwickeln werden.

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